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So denkt Österreich

Folge 6

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Das Ehepaar hinter der ersten Türe zeigt, dass Gegensätze sich anziehen: der ehemalige Außendienstmitarbeiter ist ein leidenschaftlicher Pessimist der Jubelstimmung nur vom Hörensagen kennt. Seine Frau hingegen schätzt sich selbst als sehr zuversichtlich ein und verrät auch gleich ihr Geheimnis für eine gute und lange Ehe: ein schlechtes Gedächtnis. Das sieht der Pessimist naturgemäß anders und setzt auf Sport und gesunden Lebenswandel. Einigkeit herrscht bei der EU: beide lehnen den Zentralismus den sie mit sich bringt ab. Pensionist Peter ist auch unzufrieden – das hat aber einen viel ursächlicheren Grund: er war sein Leben lang fleißig arbeiten und erhält dennoch nur 900 Euro Pension. Aus seiner Sicht viel zu gering, trauert er. Ein wenig mehr würde es ihm ermöglichen ein bisschen Glück in sein Leben zu bringen – einem Puffbesuch den er sich dann und wann gönnen würde. Johanna macht sich um alles Gedanken. Sie schaut darauf dass Ordnung herrscht. Auch wenn ihre Tochter manchmal Sorge hat, dass sie mit ihrer bestimmten Art an den falschen gelangt und blutüberströmt in der Gosse landet. Diese Sorge hat Johanna jedoch nicht. Vielmehr bewegt sie Vladimir Putin. Der hat derzeit viel um die Ohren. Und wir würden schön schauen, wenn er von Österreich Neutralität einfordert. Denn Österreich entscheidet schon lang nicht mehr neutral sondern nur auf Zuruf der EU, beklagt die rüstige Dame. In Linz rekapituliert ein ehemaliger LKW Fahrer über sein Leben. Der einstige Alkoholiker würde viel anders machen. Früher war er oft aggressiv – aber seine Krebserkrankung hat ihn verändert. Er hat gelernt das Leben so anzunehmen wie es ist. Als LKW Fahrer war er auch in Syrien und hat viel Armut miterlebt. Trotzdem kam ihm vor dass die Menschen dort glücklicher waren. Eva, eine Pflegehelferin, glaubt an ein Leben nach dem Tod und ist sich sicher schon etliche Male hier auf Erden gewesen zu sein. Sie wünscht sich vor allem Frieden auf der Welt – frei nach dem Leitsatz: „Was du nicht willst, das man dir tu’ das füg auch keinem andern zu“. Aber für das Glück und die Zufriedenheit gibt es kein Geheimrezept, dass muss jeder für sich selbst finden. Vielleicht ist es schon ein Anfang an jedem Tag einen Moment zu haben an dem man glücklich ist, philosophiert sie.

Reportage | 2015