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Die Nacht in Wien, Graz und Linz

Folge 2

Die Nacht in Wien, Graz und Linz

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Wenn es in Linz Nacht wird, treten in der Zentrale der Berufsfeuerwehr rund 47 Männer ihren Dienst an. Das Team steht mit seinen Löschzügen bereit, und muss im Ernstfall innerhalb von 60 Sekunden am Einsatzort eintreffen. Dabei sind es nicht immer nur Brände, die die Florianijünger fordern. In dieser Nacht wird die Truppe zu einer Baustelle gerufen, in der es zu einem Wasserschaden gekommen ist. Einsatzleiter Andreas Ilk stellt fest, dass die Flüssigkeit aus einer defekten Gastherme austritt. Höchste Vorsicht ist geboten, denn es ist unklar ob aus der Anlage auch Gas strömt. Das würde für das Einsatzteam als auch die Hausbewohner Lebensgefahr bedeuten. Auch bei den Autoabschleppern Edin und Fredi verläuft die Nacht nur selten ruhig. Das eingespielte Team ist mit seinem LKW in ganz Wien unterwegs um Falschparker abzuholen. Dieses Mal wartet ein ganz besonderer Einsatz auf die beiden: sie müssen sich um die Abholung eines ausgebrannten Taxis kümmern. Wie es zu diesem Zwischenfall kam und was genau mit dem Auto passiert ist, ist unklar. Die Abschlepper dürften höchstens vier Stunden am Stück mit ihrem LKW unterwegs sein, dann muss eine Pause eingelegt werden. Edin und Fredi nützen diese Zeit für einen Abstecher an den Würstelstand. Hier können sie sich stärken und den Einsatz Revue passieren lassen. Nachdenklichkeit dominiert auch die Nachtstunden im VinziDorf in Graz. Die Containerstadt gleich neben dem Friedhof bietet bis zu 40 alkoholkranken und ehemals obdachlosen Menschen Zuflucht. Hier wird ihnen nicht nur eine Heimat geboten, sondern auch ein Ort, in dem sie trotz ihrer Krankheit in Würde leben und altern können. Die Lebensgeschichte jedes einzelnen Bewohners ist von traurigen Schicksalen geprägt. Alkoholiker Heli zum Beispiel hat viele Jahre im Wald gewohnt ehe er im VinziDorf aufgenommen wurde. Er erzählt von den härtesten Tiefschlägen in seinem Leben und wie er in die Alkoholsucht gerutscht ist. Desto länger die Nacht in Linz dauert, desto mehr hungrige Gäste treffen beim „Leberkas Pepi“ in der Innenstadt ein. Das Lokal ist eine wahre Institution und beliebter Treffpunkt für hungrige Nachtschwärmer. Hinter der Theke stehen ausschließlich Damen, die quasi im Akkord Leberkässemmel ausgeben. Die angebotenen Sorten reichen von Klassik über Röstzwiebel bis zu Steinpilz/Trüffel. Mitarbeiterin Gerti genießt es in der Nacht zu arbeiten, auch wenn das meist angeheiterte Publikum es ihr nicht immer leicht macht. An diesem Abend sorgt eine Männer-Polterrunde für Stimmung im Lokal. Um Geld für ihre Leberkas-Jause zu sammeln, wollen die Männer allerlei skurrile Utensilien an die Damen bringen. Um 5 Uhr schließt das Kultbeisl seine Pforten, doch das will so manch Nachtschwärmer nicht einsehen…

Reportage | A 2013

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