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A schöne Leich

A schöne Leich´ (1)

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Für Angehörige stellt der Verlust eines geliebten Menschen meist einen großen Verlust dar. Sprichwörtlich leitet jedes Ende jedoch auch einen Anfang ein. Wo das Leben also endet, beginnt die Arbeit für den Berufszweig der Bestatter und wie sich zeigt, lässt sich mit dem Tod immer noch ein gutes Geschäft machen. Im Jahr 2014 verstarben in Österreich rund 78.000 Menschen. Von ihnen ließen sich etwa 31.500 kremieren. Doch immer seltener landet die Asche von Verstorbenen auf einem Friedhof. Christian Dolhaniuk vom Bestattungsunternehmen „Unvergessen“ bietet verschiedene Arten für die ewige Ruhe an. Eine Familie wendet sich an ihn mit dem Wunsch einer Naturbestattung. Hierbei wird die Asche des Verstorbenen in eine Zellulose-Urne gefüllt und darauf Erde geschichtet. In die Erde wird der Samen eines Baumes gelegt. So entsteht neues Leben aus den Überresten des Vergänglichen. Nicht jede Asche ist aber dafür gedacht, in die ewige Ruhe entlassen zu werden. Für eine ganz besondere Art sich an den Liebsten zu erinnern, bietet der niederländische Künstler Mark Sturkenboom, ein passendes Gefäß. „21 gramms“ heiß seine Schöpfung. 21 Gramm soll die Seele des Menschen wiegen, denn genau 21 Gram soll der Mensch im Moment seines Todes verlieren. Genau 21 Gramm Asche eines Verstorbenen passen auch in ein kleines, goldenes Behältnis, das in einem gläsernen Behälter eingefügt wird, der in Form und Funktion einem Dildo entspricht. Diese besondere Urne soll der Witwe helfen, den Schmerz durch den Verlust der fleischlichen Liebe leichter zu bewältigen. In dritter Generation ist Heini Altbart als Bestatter in Wien tätig. Er steht dem Tod unbefangen gegenüber und verlangt auch seinen Freuden und Bandkollegen so Einiges ab. Während anderswo mit andächtigem Blick und auf leisen Sohlen durch Bestattungsunternehmen geschlichen wird, tönen aus dem Bestattungsunternehmen Altbart teils rockige Töne! Allwöchentlich probt hier der Bestatter mit seiner Band und spielt auf Wunsch auch auf Beerdigungen beschwingte Lieder. Seine Bandkollegen nehmen das gelassen, obgleich auch sie teilweise vor persönlichen Herausforderungen stehen. Eine neue Matratze für Särge ist in den Handel gekommen und Heini schwört, dass man nie bequemer gelegen hätte, als auf dieser. Zum Beweis lässt er den Bandkollegen im Sarg probeliegen. Damit das Gefühl möglichst „lebensecht“ ist, schließt Heini den Deckel und kommt dabei auf eine hervorragende Idee. Wie wäre es ein Liedchen aus dem Sarg zu spielen? Schnell wird dem Kollegen eine Mundharmonika in den Sarg gereicht und ein flotter Song angestimmt. Neben all dem Vergnügen, darf der Beruf nicht zu kurz kommen. 2 Damen treffen im Bestattungsunternehmen ein mit einem besonderen Wunsch: Sie möchten für einen befreundeten Verstorbenen eine Themenbestattung bestellen. Unter dem Motto „Elvis Presley“ soll sie stehen, Elvis selbst soll singen und selbstverständlich muss der Sarg zum Thema passen und etwas ganz Spezielles sein. Sofort beginnt Heini Altbart mit der Planung.

Reportage | 2016