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ATV Aktuell Österreich Trend

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Wir haben die Fakten

ATV Aktuell präsentiert den ATV Österreich Trend, eine periodische, vierteljährliche Meinungsumfrage zu politischen und wirtschaftlichen Themen. Die Umfrage wird in Kooperation mit Meinungsforscher Peter Hajek durchgeführt und soll dazu dienen, aktuelle Meinungen erfassen und künftig auch Trends ablesen zu können.

Es ist die bisher größte, publizierte Umfrage im österreichischen Bundespräsidenten-Wahlkampf. Im Zeitraum zwischen 7. und 16. November 2017 wurden 1.500 Österreicher ab 16 Jahren telefonisch und online befragt. Die Studie wurde von Unique Research durchgeführt und erstmals in Kooperation von ATV und HEUTE gemeinsam in Auftrag gegeben.

Bundespräsidenten-Wahlkampf

Knappe Wahlentscheidung absehbar

- Das Wahlverhalten der Österreicher hat sich seit der Stichwahl am 22. Mai 2016 nicht signifikant verändert.
- Laut Hochschätzung kommt Van der Bellen derzeit auf 51 Prozent (Schwankungsbreite 47,8 % bis 54,2 %), Norbert Hofer auf 49 Prozent (Schwankungsbreite 45,8 % bis 52,2 %).
- Van der Bellen erreicht mehr Frauen (55 Prozent), hier kommt Norbert Hofer auf 45 Prozent. Bei den Männern steht es 48 Prozent (Van der Bellen) zu 52 Prozent (Hofer)
- Norbert Hofer kann vor allem bei den 30- bis 49-Jährigen punkten (56 % wollen ihn hier wählen), Van der Bellen bei den Jungen (52 %) und bei der Generation 50 plus (57 %).
- Van der Bellen kann 68 Prozent der Österreicher mit Matura für sich gewinnen.
- Neben den Grünen (97 Prozent) entscheidet sich auch die Mehrheit der SPÖ-Wähler (84 Prozent), ÖVP-Wähler (70 Prozent) und Neos-Wähler (75 Prozent) für den ehemaligen Grünen-Chef. Hofer schöpft dafür 98 Prozent der FPÖ-Wähler aus.
- Die Wahlbeteiligung wird ähnlich hoch sein, wenn auch die Tendenz sinkt.
- Am schwächsten mobilisiert sind derzeit die ÖVP- und NEOS-Wähler. Jeder Zehnte dieser Gruppe gibt an noch unentschlossen zu sein, weitere sieben Prozent werden weiß/ungültig wählen.

US-Präsident Trump

Donald Trump polarisiert auch in Österreich

Ebenfalls abgefragt wurden die Einstellungen der Österreicher zum neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump. Die Ergebnisse zeigen, dass sich jene gesellschaftlichen Bruchlinien, die Trumps Wahl begünstigt haben, nicht nur in den USA, sondern auch in Österreich wiederfinden.

- Immerhin 34 Prozent der Österreicher sehen den Wahlsieg Trumps positiv, bei den Hofer-Wählern sind es sogar 60 Prozent. Auf der anderen Seite des Meinungsspektrums steht die Wählerschaft Van der Bellens, die Trump zu 88 Prozent negativ sieht.
- Noch deutlicher zeigt sich die positive Einstellung der Hofer-Wähler gegenüber Trump bei der Aussage „Der neue amerikanische Präsident Donald Trump schießt vielleicht manchmal übers Ziel hinaus, aber mit vielem, was er sagt, hat er recht.“. 71 Prozent der Hofer- aber nur 21 Prozent der Van-der-Bellen-Wähler stimmen ihr zu.
- Wie auch in den USA fühlen sich viele Bürger von der Politik im Stich gelassen: 72 % der Österreicher sind der Meinung, dass es „schweigende Mehrheit gibt, die vom politischen Establishment vergessen wurde“.
- Immerhin 44 Prozent der Österreicher stimmen der Aussage zu, dass es „auch in Österreich so einen wie Trump braucht, der die politischen Sümpfe trockenlegt“. Unter der Hofer-Wählern sind es sogar 69 Prozent, unter den Van der Bellen-Wählern immerhin noch 28 Prozent.

Sonntagsfrage

via GIPHY

n = 1.500 | Schwankungsbreite: 2,5 % | Quelle: Peter Hajek

Bei der Sonntagsfrage zur Nationalratswahl zeigt sich, dass die Österreicher aktuell in Warteposition sind:

- die FPÖ kommt auf 33 % (- 2),

- die SPÖ auf 27 % (+ 1),

- die ÖVP auf 20 % (+ 1),

- Die Grünen auf 11 % (- 1),

- NEOS auf 7 % (+ 1).

Hajek: „Es gibt somit auf Bundesebene kaum Bewegung, man wird die Bundespräsidentenwahl abwarten müssen. Erst dann werden sich die Parteien neu positionieren. Insbesondere, sollte Norbert Hofer Präsident werden.“ 

 
Kanzlerfrage

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n = 1.500 | Schwankungsbreite: 2,5 % | Quelle: Peter Hajek

Erster Rückschlag für Kanzler Christian Kern (SP)

Bei der fiktiven "Kanzlerfrage" verliert Kanzler Christian Kern vier Prozentpunkte. In der "Sonntagsfrage" liegt die SPÖ weiter deutlich hinter der FPÖ. Zugleich hat sich der Vorsprung der FPÖ auf die SPÖ zuletzt verringert. Das ergab eine Umfrage, die gemeinsam von ATV und der Tageszeitung HEUTE durchgeführt wurde.

Die Popularität von Christian Kern war seit seiner Ernennung zum Bundeskanzler stetig gestiegen. Im September 2016 erreichte er mit 32 % seinen Höchstwert bei der Direktwahl-Frage. „Nun erlitt seine Reputationskurve erstmals eine Delle, der Wert ist auf 28 % gesunken“, so Meinungsforscher Peter Hajek. Grund dürfte das Einknicken bei CETA sein. Ob es eine Delle bleibt oder ein nachhaltiger Schaden wird, wird sich weisen. Christian Strache kommt als Zweitplatzierter aktuell auf 16 %, zuletzt erreichte er 17 %.