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ATV Aktuell Österreich Trend

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Wir haben die Fakten

ATV Aktuell präsentiert den ATV Österreich Trend, eine periodische, vierteljährliche Meinungsumfrage zu politischen und wirtschaftlichen Themen. Die Umfrage wird in Kooperation mit Meinungsforscher Peter Hajek durchgeführt und soll dazu dienen, aktuelle Meinungen erfassen und künftig auch Trends ablesen zu können.

Es ist die bisher größte, publizierte Umfrage im österreichischen Bundespräsidenten-Wahlkampf. 13. bis 21. Februar 2017 700 Österreicher ab 16 Jahren telefonisch und online befragt. Die Schwankungsbreite der Ergebnisse beträgt maximal +/- 3,7 Prozent.Die Studie wurde von Unique Research durchgeführt und erstmals in Kooperation von ATV und HEUTE gemeinsam in Auftrag gegeben.

Regierungszufriedenheit

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n = 700 Schwankungsbreite 3,7 % |Quelle: Peter Hajek

Die aktuelle Koalition hat schon vieles mitgemacht: Von Personalrochaden bis zu regelmäßigen Gerüchten über Neuwahlen. Erst vor wenigen Wochen haben sich SPÖ und ÖVP auf das neue Programm der Regierung „Für Österreich“ geeinigt. Die Bundesregierung ist laut den Ergebnissen des „ ATV Österreich Trends“ auf dem richtigen Weg. 35 % der Bevölkerung sind mit der Arbeit der Regierung zufrieden. Noch im Juni 2016, also zu Amtsantritt von Bundeskanzler Kern, war dieser Wert halb so hoch. Auch die Zufriedenheit mit dem demokratischen System ist erstmals seit März 2009 wieder im positiven Bereich.

Im Detail sieht das Ergebnis mit der Zufriedenheit der politischen Arbeit der Regierung so aus:

- 2 % sind sehr zufrieden,

- 33 % eher zufrieden,

- 43 % weniger zufrieden,

- 21 % gar nicht zufrieden. 

Klar unzufrieden sind die FPÖ-Wähler mit der Regierungsarbeit:

- 42 % sind weniger zufrieden,

- 49 % sind gar nicht zufrieden.

Zufriedenheit Demokratie

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n = 700 Schwankungsbreite 3,7 % | Quelle: Peter Hajek

Neben den Leistungen der Bundesregierung haben sich weitere Bereiche – zum Teil sehr deutlich – verbessert. So ist die Zufriedenheit mit dem demokratischen System erstmals seit März 2009 wieder im positiven Bereich. Einen möglichen Einfluss könnte hier die vergangene Bundespräsidentenwahl haben.

 „Die Aufhebung der ersten Stichwahl durch den Verfassungsgerichtshof und die nochmalige Verschiebung aufgrund fehlerhafter Wahlkuverts durch das Innenministerium war vielleicht aufwendig, hat der Bevölkerung jedoch gezeigt, dass man es mit den demokratischen Rechten sehr genau nimmt“, analysiert der Meinungsforscher Peter Hajek.

Zufriedenheit mit der Gerechtigkeit

Hand in Hand mit der Demokratiezufriedenheit hat sich auch das subjektive Gerechtigkeitsempfinden verbessert. Auch hier tendieren eher Wähler links der Mitte zu einer deutlich positiveren Sicht der Dinge. Anhänger einer Koalition aus SPÖ-Grüne-NEOS sind zu 70 % zufrieden, während die Gegner dieser Koalition nur zu 40 % davon überzeugt sind, dass es in Österreich gerecht zugeht.

Im Detail sieht das Ergebnis bei den Wählern so aus: 

SPÖ-Wähler: 63 % eher gerecht

ÖVP-Wähler: 59 % eher gerecht

FPÖ-Wähler: 29 % eher gerecht

Grüne-Wähler: 74 % eher gerecht

NEOS-Wähler: 73 % eher gerecht.

Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung

Auch die wirtschaftliche Lage des Landes wird durch die positivere Stimmung besser bewertet. „Es stellt sich aber die Frage, ob es sich bei diesen Werten um einen echten Trend nach oben oder um ein kurzes Buschfeuer handelt. Dies gilt es abzuwarten“, meint Meinungsforscher Peter Hajek.

Im Detail sieht das Ergebnis so aus:

- 7 % sehr gut,

- 54 % gut,

- 30 % weniger gut,

- 8 % schlecht.

Kanzlerfrage

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n = 700 Schwankungsbreite 3,7 % | Quelle: Peter Hajek

Sebastian Kurz (VP) überzeugt

Bei der fiktiven "Kanzlerfrage" genießt Außenminister Sebastian Kurz aktuell hohe Sympathiewerte. Könnten die Österreicher den Bundeskanzler direkt wählen, würden aktuell die meisten für ihn stimmen. Der 30-Jährige lässt mit 34 % Zustimmung den amtierenden Bundeskanzler Christian Kern (27 %) bei der Kanzlerfrage hinter sich.

Kurz wildert dabei ganz besonders im blauen Wählersegment, findet aber auch bei allen Wählern Zuspruch. Norbert Hofer als Spitzenkandidat läge mit 16 % vor Spitzenkandidatin Irmgard Griss (anstelle von Matthias Strolz von den NEOS), die 9 % erreicht und damit Eva Glawischnig (5 %) auf den letzten Platz verweist.

Sonntagsfrage

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n = 700 Schwankungsbreite 3,7 % | Quelle: Peter Hajek

Bei der Sonntagsfrage, wer die nächste Bundesregierung führen soll, liegt die ÖVP beim „ATV Österreich Trend“ vorne:

- 32 % der Bevölkerung würden die ÖVP mit Sebastian Kurz an die erste Stelle wählen,

- 26 % würden die SPÖ mit Kern wählen,  

- 24 % würden die FPÖ mit Hofer wählen,

- 9 % würden Die Grünen mit Glawischnig wählen,

- 6 % würden die NEOS mit Strolz wählen,

- 6 % würden Griss wählen.

„Die sehr guten Werte von Sebastian Kurz nützen ihm nicht nur in der Kanzlerfrage, sondern könnten auch die ÖVP deutlich nach oben ziehen. Dies würde insbesondere zulasten der FPÖ gehen“, so Peter Hajek. 

Koalition aus SPÖ, Grünen und NEOS

Die SPÖ hat angekündigt, dass es nach der nächsten Wahl ihr Ziel ist, eine Koalition aus SPÖ, Grünen und NEOS zu bilden. „Strategisch ist das durchaus schlüssig, hat diese Konfrontationsstellung zuletzt bei der Gemeinderatswahl in Wien 2015 und bei der Bundespräsidentenwahl funktioniert. Derzeit ist eine Mehrheit aber nicht absehbar“, so der Politikwissenschaftler und Meinungsforscher Hajek.

Im Detail sieht das Ergebnis so aus: 9 % finden diese Koalitionsvariante sehr positiv, 35 % eher positiv, 29 % eher negativ, 22 % sehr negativ. Auffallend die unterschiedliche Bewertung der Generationen: die Unter-29-Jährigen können sich zu 54 % für diese Koalition erwärmen, die 30- bis 50-Jährigen zu 50 % und die Generation 50plus nur mehr zu 35 %.